Pressemitteilung

25.11.2012

Auszeichnung für Berg Fidel:


Behindertenbeauftragter der Bundesregierung würdigt die Arbeit der Grundschule Berg Fidel mit Anerkennungspreis von 3.000 Euro, auch im Namen der deutschen Sektion der UNESCO, der Sinn-Stiftung und der Bertelsmann-Stiftung


Praxiskongress mit 450 Teilnehmern und mehr als 80 Inklusionsexpertinnen und -experten aus Deutschland und der Schweiz verabschiedet Petition „Eine Schule für Alle – Berg Fidel 1-10 (13)“ an den Rat der Stadt Münster

 

Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe, hat die Grundschule Berg Fidel und die Elterninitiative „Eine Schule für Alle“ mit einem mit 3.000 Euro dotierten Anerkennungspreis für ihr Vorhaben „Eine Schule für Alle – Berg Fidel 1-13“ ausgezeichnet. Zum heutigen Abschluss des gleichnamigen Praxiskongresses überreichte er den Preis auch im Namen der deutschen Sektion der UNESCO, der Sinn-Stiftung und der Bertelsmann-Stiftung. Die Unterzeichner begrüßen und unterstützen damit ausdrücklich die Initiative der Schule, das Programm des inklusiven Lernens über die Klasse 4 hinaus auf die Sekundarstufe I und II auszuweiten.


Sie engagieren sich gemeinsam für die inklusive Schule „Berg Fidel 1-10 (13)“, Praxiskongress Eine Schule für Alle 1-13 in Münster: Dr. Eva Dammmann/ Elterninitiative 1-13 Münster, Dr. Reinhard Stähling/ Schulleiter Berg Fidel, Dr. Brigitte Schumann/ Bildungsjournalistin, Hubert Hüppe/ Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Dr. Elmar Schulz-Vanheyden, ehem. Staatssekretär NRW, Gertrud Greiling, ehemalige Schulleiterin und Gründerin der Wartburgschule Münster und der Münsterlandschule Tilbeck, Prof. Dr. Hans Wocken, Inklusionsexperte aus München, Kalle Neubert/ ehemaliger Schulleiter Geistschule, Annette Kemper, Christoph Kattentidt/ Grüne Münster, Dr. Birgit Leonahrd/Elterninitiative 1-13, Jutta Möllers/ Grüne Münster,Katrin Liebert/ Elterninitiative 1-13 Münster,vor der Geistschule in Münster Foto: Roman Mensing, romanmensing.de



Preisverleihung: Hubert Hüppe/ Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Dr. Reinhard Stähling/ Schulleiter Berg Fidel, David Leonhard, Dr. Birgit Leonahrd und Dr. Eva Dammmann/ Elterninitiative 1-13 Münster, Foto: Roman Mensing, romanmensing.de

 


"Es geht um Mut und Mut kostet kein Geld, sondern ist eine Frage der Haltung."

Margret Rasfeld, auf dem Praxiskongress Berg Fidel, Münster, 25.11.12,


Schulleiterin ev. Schule Berlin Mitte, Mitinitiatorin: Schule im Aufbruch zusammen mit Gerald Hüther, deutscher Neurobiologe und Hirnforscher. Margret Rasfeld, Schulleiterin der ev. Schule Berlin Mitte, referierte unter anderem am Sonntag zusammen mit ihren Schülerinnen über den Schulalltag in ihrer Schule. Unter der Überschrift „Dialog über Deutschlands Zukunft“, Expertendialog der Bundeskanzlerin Angela Merkel 2011/12, nahm Margret Rasfeld als Kernexpertin teil, sie ist bundesweit in der Schulentwicklung tätig.



Die Vision für 2013: Berg Fidel - Eine Schule für Alle 1-10(13) 


Aus den jahrzehntelangen Erfahrungen, die an dieser Grundschule mit dem klassenübergreifenden und interkulturellen Lernen und mit dem Ziel, kein Kind zurückzulassen, gemacht wurde, soll eine weiterführende Schule für alle von Klasse 1 bis 10 bzw. 13 werden. Das ist der Wunsch der Schule, der Eltern und vieler Fachleute, die sich mit dem Thema Inklusion beschäftigen.

Um diesem Ziel näherzukommen, hat die Grundschule Berg Fidel an diesem Wochenende mit 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmern  einen großen Praxiskongress zur Zukunft und Praxis der inklusiven Pädagogik veranstaltet. 85 Inklusionsexpertinnen und -experten aus ganz Deutschland und der Schweiz beteiligten sich mit Vorträgen und Workshops an der Tagung, die seit Wochen ausgebucht war.  Das gemeinsame Ziel: das Konzept einer inklusiven internationalen Schule für alle Kinder, wie sie in Berg Fidel entstehen soll, weiterzuentwickeln.

 

„Der Anerkennungspreis, den wir heute erhalten haben, ist für unsere Arbeit eine große Ermutigung und Unterstützung“, so Reinhard Stähling. Im Rahmen des Programms PRIMUS, mit dem die Landesregierung ab dem kommenden Schuljahr Schulversuche an Modellschulen in NRW ermöglicht, will auch die Schule Berg Fidel ihr Konzept des gemeinsamen Lernens über die Primarstufe hinaus, weiterentwickeln.

Um diesem Vorhaben Nachdruck zu verleihen, hat der Kongress eine Petition mit „Guten Gründen für Berg Fidel von 1-10 (13)“ verabschiedet, die dem Rat der Stadt Münster vorgelegt werden soll. Dieser will im kommenden Jahr darüber entscheiden, ob die Stadt das Vorhaben der Schule unterstützt.

www.ggs-bergfidel.de



Der Kongress 1-13 in Münster: 85 Inklusionsexpertinnen und -experten aus ganz Deutschland und der Schweiz. Foto: Susanne Larsson